Page 9 - ZUR SACHE STUTTGART - Ausgabe 86
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Auf einmal galten in den 60er-Jahren auf dem so  herausnehmen und im Kofferraum verstauen ließ.
 PORSCHE 911 TARGA 4S UND HERITAGE DESIGN EDITION
        wichtigen amerikanischen Markt offene Auto-  Hinter dem Sicherheitsbügel bekam der Sport-
        mobile als gefährlich. Sie würden den Fahrgästen  wagen ein Verdeck aus Stoff, das die Linie des
        bei einem Unfall zu wenig Schutz bieten, lautete  911ers fortführte. Als Anfang 1967 die ersten Se-
        der Vorwurf. Ein Verbot von Cabrios drohte. Die  rienmodelle aus der Fabrik rollten, fand der Targa
        Stuttgarter wollten die Kunden in den sonnigen  auf Anhieb Liebhaber. Der 1969 vorgestellte neue
        US-Staaten auf keinen Fall verlieren und setzten  914er verhalf dem Targa-Dach endgültig zum
 IKONE   optisch attraktiv daherkam.          In der vierten Generation von 1995 erhielt der
                                              Durchbruch. Und schließlich bekam auch das
        alles daran, eine smarte Lösung zu finden, die
                                              Spitzenmodell, der 911er Turbo das Targa-Dach.
        den Sicherheitsansprüchen genügte und dennoch
                                              Targa ein vollelektrisches Panoramadach aus
                                              Sicherheitsglas, das ohne Bügel auskam. 2014
        Der Neue mit dem »Schutzschild«
        Im September 1965 bestaunten die Besucher der
                                              feierte der Überrollbügel sein Comeback.
        Internationalen Automobilausstellung (IAA) in
        Frankfurt das erste Sicherheitscabriolet der Welt
        mit feststehendem Überrollbügel. Sein Name: 911  Elegant, extravagant und einzigartig
                                              Wir schreiben 2020, Porsche bringt die nächste
        Targa. Wie ist der Name entstanden? »Wir kamen  Generation des 911 Targa und setzt mit einer
        auf unsere Hausstrecke, die Targa Florio«, erzählt  limitierten Auflage – entsprechend der internen
 mit Nostalgie- Option
        Harald Wagner, damaliger Verkaufsleiter bei Por-  Baureihenbezeichnung 992 – seiner »Heritage
        sche. »Da sagt einer meiner Kollegen: Nein, dann  Design Edition« noch eins oben drauf.  Mit den
        sagen die Kunden Flori. Ich sage, Moment, dann  Allrad-Modellen 911 Targa 4 und 911 Targa 4S
 Eigentlich aus der Not geboren entstand aus dem 1965 entwickelten »Sicherheitscabriolet mit Über-  lassen wir doch einfach das Florio weg. Und so  debütiert nach Coupé und Cabriolet die dritte
 rollbügel« eine Stilikone, die nicht mehr aus der Porsche-Familie wegzudenken ist: der Targa. Im Herbst  ist der Name Targa entstanden. Nicht wissend,  Karosserievariante der neuen Elfer-Generation.
 2020 kommt der neue Porsche Targa 911 4S auf den Markt – begleitet von einer auf 992 Exemplare   dass auf Italienisch Targa Schutzschild heißt!«  Prägnantes Merkmal bleibt das innovative, voll-
 limitierten »Heritage Design Edition«, die das ohnehin emotional ansprechende Fahrzeug mit exklusiven  automatische Dachsystem. Es besteht wie beim
 Zitaten der 50er- und 60er-Jahre optisch noch weiter aufwertet.  Das konnte kaum besser passen für den neuen  legendären Ur-Targa von 1965 aus dem charak-
        Karosserietyp, der unter der Leitung von Ferdi-  teristischen breiten Bügel, einem beweglichen
        nand Alexander Porsche entwickelt worden war.  Dachteil über den Vordersitzen und der umlaufen-
        Nach dem Vorbild aus dem Motorsport hatte er  den Heckscheibe. In 19 Sekunden lässt es sich
        einen Überrollbügel bekommen. Ein Novum war  komfortabel öffnen oder schließen.
        das Dachteil, dass sich mit wenigen Handgriffen  Für einen kraftvollen Auftritt sorgt der Sechs-






















 Die »Heritage Design Edition« zitiert Elemente der
 50er- und 60er-Jahre.
        Der Überrollbügel passt sich elegant ins Porsche-Design ein.
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